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Presseberichte 2017

Kölner Stadtanzeiger

 

 

Nippes/Niehl -

Eine Halle an der Geestemünder Straße im Niehler Industriegebiet ist musikalisches Zuhause der Musikfreunde Köln-Nippes 1977/2005: Hier befindet sich ihr Proberaum, gleichzeitig auch ein kleines Clubheim mit Bar und Tischen.

Die Stimmung ist, wie meistens, gelöst und lustig, doch gleichzeitig auch ein wenig angespannt: Schließlich ist es eine der letzten Proben vor dem großen Jubiläums-Festwochenende. Da wird noch einmal alles durchgespielt – von „Adelheid, schenk’ mir einen Gartenzwerg“ bis „Let Me Entertain You“. Vor der Probe sprach der „Kölner Stadt-Anzeiger“ mit Markus Juncker; der 36-Jährige ist seit 2010 erster Vorsitzender der Musikfreunde.

Herr Juncker, wie viele Mitglieder haben die Musikfreunde derzeit, und aus welchem Einzugsgebiet kommen sie?

Derzeit sind wir 34 Aktive und 15 Inaktive. Die weitaus meisten kommen aus Köln, da sind wir ziemlich nah beieinander. Einige wohnen aber auch in Hürth, einer sogar in Euskirchen.

Früher waren sie Begleitkapelle der Ehrengarde, heute der Nippeser Bürgerwehr. Gibt es Unterschiede in der Zusammenarbeit?

Eigentlich gibt es nicht so viel, da beides etablierte Traditionsvereine sind. Das Verhältnis zur Bürgerwehr ist sehr gut, sie haben uns damals prima aufgenommen. Und dass wir Musikfreunde und die Bürgerwehr beide aus Nippes stammen, passt natürlich auch sehr gut.

Wie viele Lieder haben Sie insgesamt im Repertoire – und wie oft proben Sie?

Bei der letzten Zählung hatten wir insgesamt 138 Stücke im Fundus. Bis alles zu 100 Prozent sitzt, geht natürlich schon mal Zeit ins Land; es kommt natürlich stark auf das Stück an. Zu den Proben treffen wir uns wöchentlich, in den Zeiten vor den Auftritten auch zwei Mal die Woche.

Wie viele Auftritte bestreiten Sie in einem typischen Jahr?

Wir haben rund 30 eigene Auftritte im Jahr, aber hinzu kommen die ganzen Sitzungen und Karnevalszüge. Allein das ergibt nochmal rund 50 Auftritte im Jahr.

Da kann man doch an Aschermittwoch – bei aller Liebe – bestimmt keine Trompeten und Tubas mehr sehen...

Man kann zumindest keine Karnevalsmusik mehr hören. Wir machen nach der Session immer drei Wochen Pause. Aber dann geht's auch schon wieder richtig los, um das Sommerprogramm zu üben.

Was sind für Sie die schönsten Auftritte, außer natürlich die Sessionseröffnung und der Nippeser Zoch?

Die schönsten Auftritte sind zugleich auch die anstrengendsten. Das Schützenfest in Stammheim ist schön; da sind wir vier Tage insgesamt 43 Stunden vor Ort – und spielen natürlich einiges an Musik. Es macht Laune, weil wir auch unsere eigenen Stücke spielen, nicht nur karnevalistische. Die Platzkonzerte liegen uns am meisten, weil man sich verwirklichen und richtig Stimmung in ein Fest bringen kann.

Sie sind viel unterwegs, auch zu gemeinsamen Urlaubsfahrten und zu den Probewochenenden. Wie ist das mit Familie und Job vereinbar?

Das ganze ist viel Planerei. Man organisiert sehr viel, damit alles läuft. Es ist eine Gratwanderung: Man darf nicht zu viel machen, um die Leute nicht zu verheizen – aber auch nicht zu wenig, damit es nicht langweilig wird. Im pfälzischen Brücken haben wir Musiker kennengelernt, wo wir oft hinfahren. In Kürze sind wir dort auf dem Weinfest, was wir mit einem Probe-Wochenende verbinden. Das wird bestimmt auch lustig.

Gibt es auch hauptberufliche Musiker in Ihren Reihen?

Nein, wir sind alles Amateure – von Malern und Lackierern über Sanitäter, Lehrer und Telekom-Beschäftigte. Bei uns gibt wirklich alles durch die Reihe. Mittlerweile sind wir eines der wenigen Laien-Blasorchester, die den Großen Zapfenstreich spielen. Das tun wir fünf bis sechs Mal im Jahr.

Was erwartet die Gäste auf der Jubiläumsfeier?

Wir haben ein tolles Programm vorbereitet; vieles ist noch geheim. Am Abend kommen die Habachtaler aus Brücken zu uns – die sind wirklich klasse. Einer von ihnen, Sven Sommer, hat sogar in den USA Musik studiert.

Gibt es schon Pläne für die nächsten 40 Jahre?

In erster Linie wollen wir erreichen, dass die Tradition weitergelebt wird und dass wir Nachwuchs bekommen. Was wirklich zählt, ist die Liebe zum Hobby, zur Musik: Ich selbst bin auch ins Ensemble reingewachsen, das mein Vater 1977 mitgegründet hat; er spielt heute noch in unseren Reihen, ebenso wie meine Schwester.

– Quelle: http://www.ksta.de/26997338 ©2017

 

Berichte Sammlung

Bericht aus dem Kölner Wochenspiegel 02. Februar 2011

Bericht aus dem Express vom 24. Januar 2011

Bericht aus der Kölner Rundschau 23. Januar 2011

Bericht aus der Kölner Rundschau 23. Januar 2011

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